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Autor: Wolfgang Dünnebier, Redaktion
Windheim, Montag, 26. März 2018

Ihr liegen junge Menschen in Afrika und Asien am Herzen: Eine Familie gründete den Hilfsverein LebensMittel e.V. Vater, Mutter, drei Söhne und eine Tochter: Die ganze Familie Kiennen lässt die Not von Menschen in der Dritten Welt nicht kalt. Während andere größere Projekte wie etwa Bauvorhaben fördern, haben die Windheimer vor zwei Jahren den Verein Initiative LebensMittel e.V. gegründet. Ihm liegen Einzelschicksale am Herzen.
Verstärkt in Öffentlichkeit gehen
Demnächst hat Vorsitzender Lothar Kiennen mehr Zeit, sich zu engagieren. Der Leiter des Forstbetriebes Arnstein ist ab April Ruheständler. Hauptsächlich geht die Initiative auf den jüngsten Sohn Nikolaus zurück. Der Master-Student in Politikwissenschaften ist gerade wieder aus Äthiopien zurück. Auch in Tansania, Uganda oder Asien treffen mit ihm auch die Söhne Markus und Jonas sowie Tochter Eva auf Schicksale, die der Familie nahegehen.
„Wir sind ein kleiner Verein“, sagt der 62-Jährige, „und wenn es klemmt, machen wir selbst den Geldbeutel auf.“ Jetzt will der Verein, der als Gründungsmitglieder zusätzlich zwei Schwiegerkinder hat, verstärkt an die
Öffentlichkeit gehen. Dabei wolle man nicht über die Maßen wachsen, sondern ohne Verwaltungskosten etwas für einzelne Personen erreichen.
Da ist zum Beispiel Denis in Uganda. Er hatte bereits eine Ausbildung begonnen, konnte dann aber nicht weitermachen, weil er Geld für die Familie verdienen musste. Jede Nacht arbeitet er zwölf Stunden als Wächter und bekommt dafür 30 Euro im Monat.
Projekt 2015 angelaufen
Nikolaus Kiennen war dort und hat Denis kennengelernt. „Seit diesem Besuch war klar: Wir wollen Denis helfen“, verrät Vater Kiennen. Während dessen Ausbildung will der Verein einen Beitrag zum Lebensunterhalt leisten.
Das Projekt ist 2015 angelaufen. Das Engagement des Vereines ist zeitlich befristet, etwa auf die Dauer einer Ausbildung. Längerfristige Abhängigkeiten sollen nicht entstehen. Bisherige Projekte haben jungen Leuten in Uganda bei der Ausbildung geholfen.
Die Unterstützung aus dem Bekanntenkreis ermutigt zur Übernahme weiterer Hilfen. Jetzt wollen die Windheimer Veronica und Jakobo aus Tansania helfen. Beide haben von ihren Lehrern Empfehlungen für eine weiterführende Schule erhalten. Dafür sind aber keine Mittel vorhanden.
Die Dorfältesten haben daher einen Brief mit Bitte um Unterstützung verfasst. Über Pater Einhard Msemwa und die Afrika-Hilfe Franken in Hammelburg ist der Brief in Hammelburg gelandet. Pater Einhard ist für Reinhard Beichel und Uwe Tobaben vom Vorstand der Afrikahilfe seit Jahren eine wichtige Vertrauensperson vor Ort. Etliche Projekte wurden mit seiner Vermittlung bereits in Tansania durchgeführt. Die Afrikahilfe fördert Gesamtprojekte, wie Schulen und Krankenhäuser, nicht jedoch Einzelpersonen. „Insofern können die kleinen Windheimer die Hammelburger sinnvoll unterstützen“, schmunzelt Lothar Kiennen.
„Es war der erste Kontakt und auch gleich die erste fruchtbare Zusammenarbeit mit den Hammelburger Kollegen. Es ist doch wirklich schön, wenn sich Hilfsorganisationen gegenseitig helfen können“, ergänzt Dorothea Kiennen, die 2. Vorsitzende des Vereines.
Über Unterstützung – auch durch kleine Beträge – freut sich der Verein auf dem Spendenkonto
IBAN DE55 7935 1010 0031 2279 52. Der Verein sichert zu, dass die Spenden zu 100 Prozent in Afrika ankommen, zumal der Vorstand ehrenamtlich tätig ist.
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